KITA Pohlheim – Wettbewerb

Realisierungswettbewerb einer 8-gruppigen KITA

DDJ Architekten, Wettbewerb KITA-Pohlheim

Architektur im Dialog mit der Topografie

DDJ Architekten, Wettbewerb KITA-Pohlheim

Der Neubau der achtgruppigen Kindertagesstätte nutzt die bestehende Topografie des Grundstücks, um maximale Funktionalität und hohe architektonische Qualität zu vereinen. 

Bauplatzierung und Erschließung im laufenden Betrieb

Durch die Platzierung auf der ehemaligen Parkplatzfläche wird ein reibungsloser, ungestörter Weiterbetrieb des Bestandsgebäudes bis zum Umzug garantiert. Die spätere Erschließung erfolgt über eine einspurige Umfahrt für den Pkw- und Versorgungsverkehr, während ein separater Fußweg entlang des Außengeländes sichere, kreuzungsfreie Wegebeziehungen schafft.

DDJ Architekten, Wettbewerb KITA-Pohlheim

Barrierefreie Räume für acht Kitagruppen

Das Gebäude selbst gliedert sich in zwei Bereiche. Im zweigeschossigen Südbaukörper sind die identisch geschnittenen Gruppenräume untergebracht – jeweils vier nach Osten und vier nach Westen orientiert. Eine zentrale Treppe im Entree verbindet alle Einheiten. Durch den Höhenversatz entlang des natürlichen Geländeverlaufs erhalten sechs der acht Gruppen einen barrierefreien Zugang nach draußen. 

Die Topografie prägt auch die Außenanlagen: Während im Osten eine ebenerdige Freifläche entsteht, integriert der westliche Spielbereich den gewachsenen Baumbestand und das bestehende Relief. Eine als Spiel- und Rutschenlandschaft gestaltete Außentreppe im Osten sowie eine skulpturale Erlebnistreppe im Westen verbinden die Obergeschosse direkt mit den zwei charakterstarken Spielbereichen.

DDJ Architekten, Wettbewerb KITA-Pohlheim

Zentrale Funktionsbereiche im nördlichen Baukörper

Der nördliche Baukörper bündelt die zentralen Funktionsbereiche der Kita. Direkt neben dem Foyer im Erdgeschoss laden die Speiseräume und ein Elterncafé mit Zugang zur Außenterrasse zum Verweilen ein. Der Hauptspeiseraum erhält eine lichte Höhe von vier Metern und lässt sich flexibel zonieren oder teilen. Die angrenzende Küche ist für eine reibungslose Anlieferung direkt ebenerdig mit dem Parkplatz verbunden.

Ebenfalls im Eingangsbereich liegen zwei Leitungsbüros, während die übrigen Personalräume im Obergeschoss über die Galerie oder ein separates Treppenhaus erreichbar sind. Dieses Treppenhaus ermöglicht zudem die externe Nutzung der Mehrzweckräume außerhalb der Öffnungszeiten. Aufgrund der Hangtopographie liegen diese Räume im Untergeschoss dennoch ebenerdig und öffnen sich direkt zum nördlichen Außengelände. Beide Mehrzweckräume verfügen über größere Raumhöhen, lassen sich zusammenschalten und über mobile Trennwände zum Flur hin für Großveranstaltungen flexibel erweitern. Die interne Anbindung erfolgt direkt über die Haupttreppe am Foyer.

Vom Foyer aus erschließt ein großzügiger Aufzug barrierefrei alle Ebenen. Die Funktionsbereiche sind zentriert: Aufzugsnah befinden sich die barrierefreie Sanitäreinheit im Obergeschoss sowie das allgemeine Lager im Untergeschoss.

Bauweise und energetischer Standard

Der kompakte Baukörper minimiert den Flächenverbrauch, optimiert die Energieeffizienz und ermöglicht einen Standard weit über den gesetzlichen Vorgaben – ideal für aktuelle Förderprogramme. 

Für eine kurze Bauzeit und maximale ökologische Nachhaltigkeit ist das Gebäude in Holzbauweise konzipiert. Extensiv begrünte Dächer und eine Photovoltaikanlage zur regenerativen Stromerzeugung ergänzen das zukunftsweisende Energiekonzept, während die Wärmeversorgung effizient über das Heizungszentrum der benachbarten Volkshalle erfolgt.

DDJ Architekten, Wettbewerb KITA-Pohlheim

Die Fassadengestaltung setzt auf Langlebigkeit und Ästhetik: Vorgesehen ist eine helle Verkleidung aus natürlichem Lärchenholz oder alternativ aus modernem Plattenmaterial. Hochwertige Holz-Aluminium-Fenster runden den Entwurf ab und garantieren minimale Instandhaltungskosten.

DDJ Architekten, Wettbewerb KITA-Pohlheim

Credits:

unter Mitarbeit von:
Mark Harris