Wettbewerb Hafenstraße 4 in Düsseldorf

Städtebauliches Konzept für ein neues Altstadt-Entree

1305_Hafenstrasse - Wettbewerb

Städtebauliches Konzept für ein neues Altstadt-Entree

Mit unserem Wettbewerbsbeitrag für die Hafenstraße 4 zeigen wir, wie durch den Rückbau von Bestandsstrukturen wertvoller öffentlicher Raum zurückgewonnen werden kann. Auch wenn dieser Entwurf im Rahmen des Wettbewerbs nicht realisiert wurde, verdeutlicht das Konzept unsere Haltung zu urbaner Nachverdichtung: Qualitätvolle Architektur schafft Mehrwert für das gesamte Quartier.

Lagepalan

Raum für Neues: Der Solitär als städtebaulicher Impuls

Der Entwurf sieht vor, das bestehende Bürogebäude zurückzubauen und durch ein reines Wohngebäude zu ersetzen. Geplant als Solitär mit einer bewusst reduzierten Grundfläche und ohne privaten Außenraum, gibt der Baukörper der Stadt Fläche zurück. Es entsteht ein neuer öffentlicher Platz, der die Hafenstraße optisch wieder an das historische Hafenbecken anbindet. Im Wechselspiel mit den gegenüberliegenden, achtgeschossigen Baukörpern der Rheinuferpromenade markiert der sechsgeschossige Neubau den Übergang zum alten Hafenbecken und fügt sich sensibel in die Düsseldorfer Altstadt ein.

Platzqualität und historische Bezüge

Zwischen dem Neubau und dem Hetjens-Museum öffnet sich eine großzügige Freifläche. Diese gestaltete Durchwegung bietet eine hohe Aufenthaltsqualität und integriert sich harmonisch in die maritime Hafensituation. Durch die Neuordnung der Baumassen werden die umliegenden historischen Gebäude wieder als integraler Teil der Altstadt sichtbar und spürbar. Zur Akademiestraße hin bleibt die vorhandene Bauflucht bestehen: Hier schiebt sich der Solitär leicht in den Straßenraum, um die Einmündung in den Jääsch-Weg präzise zu markieren. Die oberen zwei Geschosse staffeln sich zur Akademiestraße hin zurück, wodurch die Trauf- und Gebäudehöhen der Nachbarbebauung harmonisch aufgenommen werden.

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Nachhaltige Substanzerhaltung und Bodenschonung

Das Konzept zeichnet sich durch einen besonders schonenden Umgang mit dem Grundstück aus. Da die neue Tiefgarage exakt in die Konturen der bestehenden Untergeschosse eingefügt wird, bleibt der Eingriff in den gewachsenen Boden minimal. Dies schützt nicht nur die angrenzenden Flächen, sondern garantiert auch den vollständigen Erhalt des wertvollen, alten Baumbestands, dessen Wurzelbereiche unangetastet bleiben.

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Exklusiver Wohnkomfort im neuen Solitär

Der 6-geschossige Solitär beinhaltet eine Gesamtwohnfläche von ca. 1.700 m² Platz für 10 großzügige und exklusive Wohnungen. Ein besonderes Augenmerk lag bei der Planung auf dem Schutz der Bewohner vor Einblicken: Da das Erdgeschoss rund 1,60 Meter über dem Straßenniveau liegt und durch eine massive Brüstung ergänzt wird, entsteht ein schützender, gut zwei Meter hoher Sockel. Der Wohnbereich bleibt somit von außen uneinsehbar, was eine maximale Privatsphäre im urbanen Raum garantiert.

Das Gebäude ist so konzipiert, dass sich pro Etage lediglich zwei Wohneinheiten befinden, die jeweils über große, exklusive Loggien verfügen. Die beiden obersten Etagen sind als Maisonette-Wohnungen gestaltet und bieten zusätzlich weitläufige Dachterrassen als privaten Außenraum. Der Zugang zum Gebäude erfolgt fußläufig und barrierefrei direkt von der Akademiestraße, wo eine einladende Eingangshalle mit Treppenanlage und Aufzug die Bewohner empfängt. 

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Die gesamte Infrastruktur ist unsichtbar im Gebäude integriert. Die Tiefgarage mit 13 Stellplätzen und einem großen Fahrradkeller wird von der Hafenstraße aus erschlossen. Da sich die Zufahrtsrampe vollständig im Sockelgeschoss befindet, entstehen außerhalb des Gebäudes keinerlei optische oder akustische Beeinträchtigungen der Außenflächen. Gleichzeitig sorgt eine großzügige Überdeckung der Tiefgarage im Außenbereich für genügend Wurzelraum, um eine dauerhafte und vitale Neupflanzung von Bäumen und Grünflächen zu ermöglichen.

Auch bei der Materialität setzt der Neubau auf Nachhaltigkeit und Ästhetik.Das Gebäude ist mit einer hellen Natursteinfassade geplant, die mit dem angrenzenden Platzbelag verschmilzt und sich harmonisch in die Umgebung einfügt. Große Fassadenöffnungen fassen die Fenster und Loggien optisch über jeweils zwei Geschosse zusammen, während dezent farbige Leibungen, Aluminiumrahmen und moderne Glasbrüstungen edle Akzente setzen. Abgerundet wird das Baukonzept durch eine geplante solarthermische Anlage auf dem Flachdach.

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Credits:

Unter Mitarbeit von:
Sandra Appel